{"id":689,"date":"2014-06-12T20:24:59","date_gmt":"2014-06-12T20:24:59","guid":{"rendered":"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/?page_id=689"},"modified":"2018-08-08T05:42:41","modified_gmt":"2018-08-08T05:42:41","slug":"invasive-diagnostik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/praenatal-zuerich.ch\/?page_id=689","title":{"rendered":"Invasive Diagnostik"},"content":{"rendered":"<h4>Chromosomenst\u00f6rungen<\/h4>\n<p>Die Chromosomen sind die Tr\u00e4ger unserer genetischen Informationen. Normalerweise liegen im Kern&nbsp;jeder K\u00f6rperzelle 46 Chromosomen vor.&nbsp;Bei der Bildung von Eizelle und Samenzelle oder bei ihrer Verschmelzung kann es zu Fehlverteilungen der Chromosomen kommen, so dass auch gesunde Eltern ein chromosomal krankes Kind haben k\u00f6nnen.&nbsp;Die h\u00e4ufigste Chromosomenst\u00f6rung mit geistiger Behinderung ist das Down-Syndrom, das auch Trisomie 21 genannt wird.<\/p>\n<p>Ultraschall allein kann Chromosomenst\u00f6rungen&nbsp;leider nicht ausschliessen.<\/p>\n<h4>Punktion, invasive Diagnostik<\/h4>\n<p>Durch eine&nbsp;Punktion (d.h. das Einf\u00fchren einer d\u00fcnnen sterilen Nadel unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle), was&nbsp;auch als invasive Diagnostik bezeichnet wird, k\u00f6nnen fetale Zellen (aus Plazenta oder Fruchtwasser) gewonnen werden. Aus ihnen k\u00f6nnen die Tr\u00e4ger der Erbanlagen (Chromosomen) oder andere genetische Eigenschaften untersucht werden.&nbsp;Dadurch werden&nbsp;zum Beispiel Fehlverteilungen der Chromosomen erkannt.<\/p>\n<h4>Fruchtwasser-Punktion (Amniozentese)<\/h4>\n<p>Die Fruchtwasser-Untersuchung (Amniozentese) wird in der Regel ab 15 abgeschlossenen Wochen (15+0) angeboten.<\/p>\n<p>Bei der Amniozentese wird unter kontinuierlichen Ultraschall-Kontrolle eine ganz d\u00fcnne Nadel in das Fruchtwasser, das den Fetus umgibt eingef\u00fchrt. Die Fruchtwasser-Untersuchung hat eine kleines Eingriffsrisiko (0.5-1%) und wird nur bei gegebenem Anlass (erkannte fetale Fehlbildung, erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr genetische oder Chromosomen-St\u00f6rung) empfohlen.<\/p>\n<p>Bitte, bringen Sie Ihre Blutgruppenkarte mit zur Untersuchung und cremen oder \u00f6len Sie Ihren Bauch f\u00fcnf Tage vorher nicht mehr ein (wie auch vor jeder anderen Ultraschalluntersuchung). Sonst ist &nbsp;Ihrerseits keine besondere Vorbereitung f\u00fcr die Amniozentese n\u00f6tig. Nach der Punktion sollten Sie direkt nachhause fahren und dort ruhen, also nicht mehr arbeiten, reisen, kein Sport.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Aufklaerungsprotokoll_Amniozentese_2011-1.pdf\">AC-Aufkl\u00e4rungsmaterial und Einverst\u00e4ndnis<\/a> (<a href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Protocollo_informativo_amniozentesi_2011-1.pdf\">auf Italienisch<\/a>)<\/p>\n<h4>Plazentapunktion (Chorionzottenbiopsie, CVS)<\/h4>\n<p>Die Plazentapunktion (CVS) erfolgt in der Regel ab 12 abgeschlossenen Wochen (12+0) und unter der Voraussetzung, dass die Plazenta vom Bauch aus erreicht werden kann. Das kann erst am Punktionstag festgestellt werden.<\/p>\n<p>Bei der Plazenta-Punktion (Chorionzotten-Biopsie, CVS) wird unter kontinuierlichen Ultraschall-Kontrolle eine ganz d\u00fcnne Nadel in die Plazenta eingef\u00fchrt.&nbsp;Die Plazenta-Punktion hat ein kleines Eingriffsrisiko (0.5-1%), ebenso wie die Amniozentese, und wird nur bei gegebenem Anlass (erkannte fetale Fehlbildung, erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr genetische oder Chromosomen-St\u00f6rung) empfohlen.<\/p>\n<p>Bei etwas einer von 150 Plazenta-Punktionen&nbsp;findet sich in der Plazenta ein so genanntes Mosaik, was eine zus\u00e4tzliche Amniozentese erforderlich machen kann.<\/p>\n<p>Bitte, bringen Sie Ihre Blutgruppenkarte mit zur Untersuchung und cremen oder \u00f6len Sie Ihren Bauch f\u00fcnf Tage vorher nicht mehr ein (wie auch vor jeder anderen Ultraschalluntersuchung). Sonst ist &nbsp;Ihrerseits keine besondere Vorbereitung f\u00fcr die CVS n\u00f6tig. Nach der Punktion sollten Sie direkt nachhause fahren und dort ruhen, also nicht mehr arbeiten, reisen, kein Sport.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Aufklaerungsprotokoll_Chorionzottenbiopsie_2011-1.pdf\">CVS-Aufkl\u00e4rungsmaterial und Einverst\u00e4ndnis<\/a> (<a href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Protocollo_informativo_biopsia_dei_villi_coriali_2011-1.pdf\">auf Italienisch<\/a>)<\/p>\n<h4>Genetische Untersuchungen<\/h4>\n<p>Das gewonnene Material wird in aller Regel (zun\u00e4chst) auf <strong>Chromosomen-Ver\u00e4nderungen<\/strong> untersucht.<\/p>\n<p>Das fetale Material (Fruchtwasser oder Plazentazellen), das durch invasive Diagnostik gewonnen wurde, wurde fr\u00fcher meist&nbsp;durch eine konventionelle Karyotypisierung (Metaphasen-Darstellung) untersucht, bei der zahlenm\u00e4ssige und grob-strukturelle Auff\u00e4lligkeiten der Chromosomen erkannt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kleinere, aber in der Auswirkung unter Umst\u00e4nden ebenfalls sehr schwerwiegende Besonderheiten k\u00f6nnen nur durch h\u00f6her aufl\u00f6sende Chromosomen-Untersuchungen wie z.B. eine Micro-Array-Analyse (auch &#8222;Array-CGH&#8220;) erkannt werden. Solche Untersuchungen sollten heute aber immer angesprochen bzw. angeboten werden. Sie werden (nur) bei besonderen Situationen (z.B. auff\u00e4lliger Ultraschallbefund, aber &#8222;normaler&#8220; Befund der konventionellen Chromosomenuntersuchung) von der Grundversicherung \u00fcbernommen. Eine Micro-Array-Analyse&nbsp;kann auf Wunsch auch zus\u00e4tzlich durchgef\u00fchrt werden, was eine Zuzahlung bedeuten kann. In andern L\u00e4ndern ist sie f\u00fcr vorgeburtliche Proben bereits Routine.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den oft neu entstandenen Chromosomenver\u00e4nderungen k\u00f6nnen <strong>Gen-Ver\u00e4nderungen<\/strong> (typische erbliche St\u00f6rungen wie z.B. die zystische Fibrose, aber auch neu entstandene Mutationen) durch eine konventionelle Chromosomenuntersuchung nicht erkannt werden; sie erfordern gezielt andere Tests, die nur bei bekanntem, z.B. famili\u00e4rem Risiko oder bei bestimmten Ultraschallbefunden veranlasst werden k\u00f6nnen. &nbsp;<\/p>\n<h4>Alternative m\u00fctterlicher Bluttest?<\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seit 2012 werden in der Schweiz <strong><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Prof.-Tutschek-Information-f\u00fcr-Schwangere-zu-Suchtests-und-genetischen-Untersuchungen-in-der-ersten-H\u00e4lfte-der-Schwangerschaft.pdf\">genetische Tests auf fetalen Chromnosomenst\u00f6rungen aus dem m\u00fctterlichen Blut<\/a><\/strong> (s.a. <a style=\"color: #000000;\" title=\"Chromosomentest aus dem Blut\" href=\"http:\/\/praenatal-zuerich.ch\/?page_id=725\">Bluttests f\u00fcr fetale Chromosomenst\u00f6rungen)<\/a> angeboten.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chromosomenst\u00f6rungen Die Chromosomen sind die Tr\u00e4ger unserer genetischen Informationen. 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